Über mich

Geboren 1953 im südwestlichen Münsterland; Studium der Geisteswissenschaften (Philosophie und Psychologie), das mit der – an sich ja keineswegs neuen! – Einsicht endete, dass die Philosophie zwar darüber nachdenken kann, was aus der Welt werden kann und werden sollte, diese Änderung aber nicht herbeiführen kann. Dann zunächst eine Zeit als Musiker (Jazz/Funk/Fusion, als Bassist), und schliesslich ein Studium der Wirtschaftsinformatik und Berufstätigkeit in der SAP-Beratung; nebenberuflich Promotion in Wirtschaftsinformatik an der Universität Hamburg über die wissenschaftstheoretische Frage, ob ein vorgeschlagenes forschungsleitendes Wissenschaftsziel „Vollautomation des Unternehmens“ sinnvoll, rational durchführbar und mit Vernunftgründen gerechtfertigt werden kann, und unter welchen Bedingungen.

Seit meiner Dissertation vertrete ich die folgende These: die Mittel zur Produktion des gesellschaftlichen Reichtums verwandeln unter dem Druck der Marktverhältnisse ihre innere Funktionalität so, dass sie in Zukunft natürlicherweise direkt gesellschaftlich genutzt und eingesetzt werden können, und nicht – wie bisher in der Marktwirtschaft – zur Erwirtschaftung einer Kapitalverzinsung. Die Euphorie um den 3D-Druck und die Maker-Bewegung sowie die FabLab-Bewegung haben einige Aspekte dieser innerkapitalistischen transformatorischen Tendenzen und Wirkmechanismen aufgenommen, aber nicht klar verstanden. Das unterliegende Prinzip der digitalen Fabrikation liegt darin, dass die damit entstehende Entkopplung von Fertigung und Design durch „Digitalisierung“ es möglich macht, die (dann überwiegend maschinelle) Fertigung in gewissen (hinreichenden) Portionen zu vergesellschaften, während die Herstellung der Designs (die eigentlichen Produkte, die dann aber zunächst nur als digitale Modelle existieren) privat bleibt. So wird (hoffentlich) genügend gesellschaftliches Handlungspotential zur Wiedergewinnung des Primats der Politik generiert.

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