.. we all want to change the world..!
Gestern, am 1. Oktober, gingen Menschen in Europa auf die Straße, um gegen den Terror Israels gegen die Palästinenser zu demonstrieren:

Es waren viele Tausende auf den Straßen, manchmal Hunderttausende. Die Menschen sind den Terror Leid, mit dem Israel die Palästinenser überzieht, völlig ungehemmt und unbeeindruckt von international gültigem und anerkanntem Recht, oder auch von dem im eigenen Land, in Israel gültigen Recht: entweder gibt es das nicht (mehr), oder sie haben ihr Rechtssystem, ihre Rechtsbegriffe und ihr Rechtsverständnis aufgegeben und sich völlig den rechtsextremen Faschisten untergeordnet, die mit Netanjahu an der Spitze das Geschehen in Israel beherrschen.
Aber es ist nicht nur der Aufstand, der Aufruhr gegen den Völkermord in Israel, der die Menschen in Europa auf die Straße treibt. Auch die Menschen in den USA werden erfasst von Widerspruch, von Kritik und von Unglauben an die sonst von allen Seiten gepredigte Botschaft, Israel sei der “größte Verbündete” der USA, und dass sogar die christliche Bibel selbst von den Menschen verlange, Israel in jeder erdenklichen Hinsicht unterstützen. So hat der frühere Fox-News Moderator Tucker Carlson, der ja auch mit Zweifeln an der offiziellen Version der Ereignisse zum 11. September an die Öffentlichkeit getreten ist, sich kürzlich sehr kritisch zu der Rolle geäußert, die Israel offenbar in der US-Politik zu spielen gedenkt: Tucker Carlson hat auf seinem Blog berichtet, dass “während des kurzen Iran-Israel-Krieges Anfang des Jahres israelische Soldaten in US-Militärsitzungen im Pentagon eindrangen, Forderungen stellten und amerikanischen Offizieren Anweisungen gaben, was sie zu tun hätten. Er sagt, Pentagonbeamte hätten schweigend zugesehen und fragt sich, warum niemand es wagte, einzugreifen.” (Begleittext des Videos auf Youtube):
Da schiebt sich schon die Frage in den Vordergrund: wie ist es möglich, dass das kleine Land Israel eine dermaßen prominente Rolle in der US-Politik und darüber hinaus im gesamten Wirtschaftsgeschehen der USA einnehmen konnte, um den Fluß der Ereignisse und die öffentliche Wahrnehmung zu steuern und zu beeinflussen?
Es war im Substack von Milosz Matuschek schon bemerkt worden, dass es außer Carlson einige christlich-konservative Blogger und Influencer wie Candice Owens oder Nick Fuentes sind, die sehr große Reichweite besitzen, die sich aber dadurch von anderen unterscheiden, dass sie Israel-kritisch sind, und, wegen der großen Nähe des US-Präsidenten Trump zu Israel und besonders Benjamin Netanjahu, inzwischen auch von Trumps MAGA-Bewegung abgerückt sind. Aber werden sie dadurch etwa zu “Revolutionären”? Gar zu linken, US-kritischen Revolutionären? Zu Kommunisten? Das ist seit der Mc-Carthy-Ära der 1950er Jahre noch immer der absolute Alptraum jedes denkbaren politischen Gesinnungswandels; das ist wenig vorstellbar.
Nun hat der frisch ins Amt berufene “Kriegsminister” Pete Hegseth ja kürzlich die gesamte oberste Generalsmannschaft zu einer Art Klassentreffen einberufen, um die Generäle auf das rechte Krieger-Ethos einzuschwören. Das US-Militär müsse sich auf einen Krieg vorbereiten, und dazu müssten “Feinde”, die es wagen sollten, die Vereinigten Staaten herauszufordern, „mit Gewalt vernichtet“ werden. Das Militär müsse aufhören, “wie Zivilisten zu denken”; Standards müssten durchgesetzt werden können, “ohne Vergeltungsmaßnahmen oder Nachfragen befürchten zu müssen”. Mit anderen Worten: es soll nur noch das Kriegsrecht gelten, wie es während des Irak-Kriegs ja bereits weitgehend der Fall war; die unbequemen Nachfragen bei evtl. Verstößen gegen Vorschriften der Genfer Konvention zur Durchsetzung des humanitären Völkerrechts sind aus dieser Sicht nur hinderlich und völlig verzichtbar. Unter Bush 2 hieß das: lasst uns die Handschuhe ablegen; Folter ist (als Waterboarding) erlaubt, und wenn die “Feinde” so schlimme Terroristen sind, dass Gerichte über deren Schuld garnicht mehr urteilen müssen, geht man Gerichtsverfahren vor ordentlichen Gerichten komplett aus dem Weg dadurch, dass man die Finte mit der Deportation willkürlich Beschuldigter in das nicht auf US-Boden liegende Militärlager Guantanamo erfand.
Was sich dann nach Hegseths Rede zeigte: die Generalschaft war mit dieser Flut von Kriegsrhetorik offenbar wenig einverstanden. Sie schienen nach Aussage von Beobachtern konsterniert bis entsetzt; nach Ende der martialischen Ansprache verließen sie schweigend den Saal, und keine Hand regte sich zu Beifall.
Was bedeutet es nun, wenn die gesamte Generalschaft durch die obersten Ränge hindurch diesen Reden, Planungen, Handlungen und Wertungen der US-Administration so offensichtlich reserviert gegenüber steht? Und womöglich auch kritisch? Womöglich kritisch bis hin zu innerer, oder auch äußerer Ablehnung?
Dazu kommt: Donald Trump und sein Kriegsminister Hegseth schworen ihr Militär ja auf Kämpfe gegen “den Feind im Inneren” ein. Wie war auch dazu die Reaktion der Generäle? Die Politologe Andrew Denison sagte dazu, die “versteinerten Mienen der Generäle” ließen darauf schließen, “dass sie die größte Gefahr für die USA in den beiden Oberbefehlshabern selbst sehen”.
Was tun die Generäle, wenn sie in den beiden Oberbefehlshabern selbst die größte Gefahr für die USA sehen? Dürfen sie dieser Gefahr dann irgendwie begegnen? Müssen sie das unter Umständen sogar? Dann, wenn der angebliche “Feind im Inneren” tatsächlich der Freund des Rechts und der Demokratie ist, gegen den diese amtierenden Oberbefehlshaber zum Krieg aufrufen? Müssten sie dann den Aufstand oder zumindest Widerstand und Ungehorsam wagen, um dieser Gefahr zu begegnen?
So weit ist es gegenwärtig noch nicht, und um sich einen offenen Widerstand auszumalen. der in eine Rebellion oder gar einen Bürgerkrieg einmünden könnte, brauchte es noch viel Phantasie. Das könnte sich aber ändern.
Die Republikaner, die unter Trump die MAGA-Bewegung ins Leben riefen, und die auch aus christlich-konservativen Kreisen viel Zulauf bekamen, waren nicht zuletzt durch die jungen Konservativen aus dem Lager Charlie Kirk (TPUSA) sehr stark geworden, so dass eine mögliche Gegenbewegung von Seiten der Demokraten praktisch nicht mehr existiert. Die gegenwärtig prominenten Demokraten wie Bernie Sanders oder Alexandria Ocasio-Cortez würden außerdem auch kaum einen Aufstand in dem Sinne, oder gar einen Bürgerkrieg anzetteln wollen. Kamala Harris hat sich eher unrühmlich aus der aktiven Zeit verabschiedet; niemand würde ihr je Taten von diesem Kaliber zutrauen.
Aber der Widerstand könnte eben aus den Kreisen Zulauf, Masse und Momentum erhalten, die die Gefahr für die Vereinigten Staaten aus genau dieser Richtung kommen sehen: aus dem mehr und mehr verloren gehenden Glauben an die besondere Bedeutung Israels und des amerikanisch-israelischen Zionismus für die Handlungsfähigkeit und internationale Anerkennung und Autorität der USA. Und wenn all diese “verschwörungstheoretischen” Abweichungen von der offiziellen Lehrmeinung zu den brisanten Themen JFK und 9/11 oder auch Jeffrey Epstein etwas mehr Verbreitung, Anerkennung und Zustimmung erhielten – dann könnte ein sehr explosives Gemisch entstehen aus dem Entsetzen der Generäle über die Aufforderung der “Oberbefehlshaber”, die Feinde im Innern zu sehen.
We all want to change the world…
Es ist nicht so lange her, dass Elon Musk sich über die Erkenntnis der dramatischen und praktisch unheilbaren Staatsverschuldung der USA mit Donald Trump entzweite. Er spielte dann kurzzeitig mit dem Gedanken der Gründung einer neuen Partei. Von Musks Idee redet heute niemand mehr, dafür aber vom Tag 2 des “Government Shutdown” am 2. Oktober, der die USA gerade lähmt. Nimmt man das einmal als leicht entzündliches Krisenpotential zusammen, dann ist die Erkenntnis nicht mehr so weit: dass es tatsächlich nur noch der Zündfunke fehlt, der dieses explosive Gemisch zur Explosion bringt.
Die Erkenntnis, dass die Morde an John F. Kennedy und seinem Bruder Bobby Staatsverbrechen waren, die den Lauf der gesamten diesen Verbrechen folgenden Geschichte aus den Angeln gehoben haben, mit dramatisch unheilvollen Folgen für die Geschichte nicht nur der USA, sondern des ganzen Westens und der übrigen Welt, müsste schon reichen um einen Aufruhr auszulösen, der die USA nicht mehr das Land sein lassen würde, das es bisher noch ist.
Umso mehr gilt dies für den 11. September. Tucker Carlson geht mit seiner riesigen Schar von Followern an die Öffentlichkeit um zu sagen: Wir sind über den 11. September belogen worden.
Was aus anderen Quellen dazu bekannt geworden ist, geht über die Erkenntnisse Tucker Carlsons weit hinaus. Was aber nun noch so gut wie garnicht in der Öffentlichkeit diskutiert worden ist, ist das, womit der emeritierte Professor für Sozialwissenschaften Kees van der Pijl im März 2019 in einem wissenschaftlichen Aufsatz für die Universität Sussex an die Öffentlichkeit gegangen ist: mit der knappen Behauptung auf X (damals Twitter): “Nicht die Saudis, sondern die Israelis haben mit Hilfe von Zionisten in der US-Regierung die Twin Towers zum Einsturz gebracht.” ( Kees van der Pijl ) In dem Aufsatz schildert Van der Pijl nicht nur die merkwürdigen Umtriebe israelischer “Kunststudenten”, die unter anderem offenbar mit der Vorbereitung der Sprengungen der WTC-Türme zu tun hatten (genaueres im zitierten Text), sondern auch etwa die Erkenntnisse des US-Journalisten Christopher Bollyn, der umfangreich zu dem gesamten Komplex 9/11 recherchiert hatte, und dann vor allem die sehr spezielle Reaktion seiner Universität auf diese Veröffentlichung: die hatte sich nämlich weniger für die Frage interessiert, ob die Erkennisse von Van der Pijl wissenschaftlichen Anforderungen genügten und sie belegbar und wahr waren, sondern nur, ob sie “antisemitisch” seien, was dann im Ergebnis zu seinem Rückzug von der Universität Sussex führte – weil er sich geweigert hatte, seine wissenschaftlichen Forschungsergebnisse als unwahr und “antisemitisch” zu bezeichnen.
So viel zu Kees van der Pijl. Es ist zu erwähnen, dass auch etwa die Filmdokumentationen des Medievalisten Laurent Guyénot zu den gleichen Erkennissen gelangt sind ( Israels Great Game ). Ein Film dieses Autors zu den Kennedy-Brüdern ist ebenfalls inzwischen recht bekannt geworden ( Israel & Assassination of The Kennedy Brothers )
Wenn man sich nun vorstellt, Tucker Carlson und andere einschlägige Influenzer schauen sich Dokumentarfilme an, und die wiederum schaffen es ein paar von diesen Generälen dazu zu überreden, diese Filme über “Israels Great Game” anzuschauen, dazu das oben von Carlson beschriebene Eindringen israelischer Offiziere in dieses hochheilige, massiv geschützte und lebenswichtige Innere des Pentagon, und noch einiges mehr über die verborgene Macht der Zionisten (AIPAC, ADL etc.) über das von ihnen beherrschte Machtzentrum der USA in Washington, dann – rückt die Vorstellung einer Revolte, eines Aufstandes gegen diese Usurpation der Macht der USA durch den fremden Staat Israel doch in einen Bereich, der einen tiefgreifenden Wandel vorstellbar werden lässt. Denn alles in Allem stellt sich die Situation für die USA so dar, dass die gleich in mehrfachem Sinne an der Wand stehen: existentiell bedroht durch Bankrott wegen dramatischer Überschuldung, und durch Kaperung durch dieses betrügerische, zynische und hinterhältige “Great Game” Israels.
Aus der Sicht wäre der Aufstand der Menschen in Europa gegen die Brutalität und Gesetzlosigkeit Israels nur der Auftakt zu einer Bewegung, die dann die USA selbst, und dann die übrige westliche Welt, inklusive Europas, erfassen müssten.
Sollte es geschehen, dass so eine Widerstandsbewegung entsteht, dann müsste noch passieren, dass eine (politische) Bewegung entsteht, die auch in der Lage ist, großformatige und längerfristig zu denkende Konzepte zu entwerfen, die einen politisch wie auch ökonomisch tragfähigen, konsistenten und überzeugenden Neuen Weg eröffnen und begehbar werden lassen. Wenn wir alle die Welt verändern wollen, wäre es gut und wichtig zu erkennen: es wird da nicht nur höchste Zeit, sondern es bleibt auch gar nichts anderes übrig, als damit anzufangen.
